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Der Ort

 
Lüttich ist die Tochter der Légia und der Maas. Im Laufe der Jahrhunderte haben einige Wasserläufe allmählich das Relief des Tales, dessen Hänge von der Ebene des Hespengaus zur Maas hin verlaufen, verändert. Zwei Wasserläufe, der Coqfontaine und der Rieu du Bois vereinigten sich zum kleinen Fluss Légia, der an der Quelle übrigens auch Glain, Rèwe oder Rieu genannt wird. Erst weiter flussabwärts heißt er „Légia“. Dieser Fluss auf der Höhe der Place Saint-Lambert, hat einen Kegel aufgeworfen, eine Art Vorsprung aus Schlamm, etwas höher als das Schwemmland der Maas und vor den Nordwinden geschützt. So entstanden die besten Voraussetzungen, dass aus dieser natürlichen Insel ein Durchgangsort wurde, in dem menschliches Leben entstehen konnte.De site

Seit der Vorgeschichte hat der Mensch hier nützliche Ressourcen vorgefunden: Trinkwasser aus dem Fluss, auf den benachbarten Hängen jagte er Wild und sammelte Holz zum Wärmen und zum Bauen seiner Behausungen, wobei darüber hinaus der Boden des Tales ihm seit der Neusteinzeit als Weideland für seine Haustiere diente.

Diese fruchtbare Schlamminsel ist auch der Ort, den der Mensch sich im 1. Jahrhundert für den Bau einer großen gallisch-römischen Villa aussucht, dann eines Dorfes im Mittelalter, Ort des Martyriums des Bischofs Lambert, politische und religiöses Zentrum Lüttichs. Seit 9.000 Jahren hat die Place Saint-Lambert nichts an ihrer besonderen Attraktivität eingebüßt…

Geschrieben nach einem Text von Herrn Joseph Deleuse.