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1907-1909

 
Im Oktober 1898 werden bei einem Kanalbau Artefakte aus der gallisch-römischen Zeit und aus dem Mittelalter ans Licht gebracht, doch erst am 17. 1907-1909September 1907 wird mit den ersten echten Ausgrabungen auf der Place Saint-Lambert begonnen, nachdem eine Gasleitung dort verlegt werden sollte. Diese erste Reihe von Ausgrabungen folgt keinem bestimmten Plan. Es werden lediglich die Gelegenheiten wahrgenommen und den Gräben, die ausgehoben werden, gefolgt. Die Stadt beauftragt schließlich das Lütticher Archäologische Institut mit der Leitung der Ausgrabungen.

Erst Paul Lohest (1852-1910), Zivilingenieur, Stadtverordneter von Lüttich und Mitglied des Ausschusses für Öffentliche Aufträge, der von Archäologie begeistert ist, leitet professionelle Recherchen ein. Unter den Resten der Kathedrale werden die Überreste einer gallorömischen Villa sowie die Spuren vorzeitlicher Niederlassungen (Böden jungsteinzeitlicher Höhlen) ans Licht gebracht.

Die Reste eine Hypokaustumsystems mit seiner Feuerstelle werden im westlichen Querschiff der Kathedrale entdeckt. Die erste Phase der Ausgrabungen ermöglicht eine Vorbereitung des Hypokaustums für Besichtigungen ab 1910. Eine Betonplatte wird über dem Fundament der Kathedrale und auf einem Mittelpfeiler aus Beton angebracht. Man erreicht den Ort über eine Luke und eine Treppe, die zu einem Ziegelsteinboden führt. Dann: reine Geschichte. Nicht in Form eines Museums, wo Geschichte in Vitrinen lagert, sondern reines Gefühl, Begegnung, Berührung mit den Generationen, die die Stadt begründet haben.