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Einrichtung unter dem Boden: Das Archeoforum

 
Eine von Europa mitfinanzierte erste Baustelle ermöglichte die erforderlichen Tiefbauarbeiten und Umänderungsmaßnahmen für den öffentlichen Zugang zum Archeoforum zwischen 2000 und Mitte 2001 unter der Leitung des Architekten Daniel Boden und nach den Plänen Claude Strebelles. Dies erste Phase des Projektes umfasst den Bau eines Empfangsraumes sowie die Anpassung und Absicherung des technischen Zugangs ab dem Tunnel des Busbahnhofes auf der Place Saint-Lambert, die Konstruktion von Fußgängerstegen, auf denen die Besucher zum Fundort geleitet werden, den Durchbruch der unterirdischen Bauer, den Bau eines Tunnels ab der Insel Tivoli sowie die Anfertigung eines Kellers auf der Tivoli-Insel mit einer Treppe für die Besucher und einem Aufzug, über den das Erdreich hinausbefördert wird.

Die zweite Baustellenphase beginnt im Januar 2003 und schließt mit der Einweihung des Ortes im November 2003 ab. Sie besteht aus der Einrichtung von Schutzmaßnahmen und von Mitteln zur Hervorhebung der Reste (im Wesentlichen eine Klimaanlage), die Installation des Bühnenbildes, bei der weitgehend auf Bild-, Licht- und Tontechniken zurückgegriffen wird, die Einrichtung des Eintritts, eines Geschäftes, eines Vorführungsraumes und des Empfangs, nicht zuletzt eines Pfades, der die Besucher durch die Überreste leitet.

Ein Auftrag an szenographische Unternehmen wurde vom Institut für das wallonische Kulturerbe ausgeschrieben. Die Hauptziele sind die Entwicklung der Modernität des Ortes, die bürgernahe Erklärung und die Betonung des emotionsgeladenen Charakters des Ortes. Es wird das Projekt von Yves Durand vom Unternehmen „Experience International“ aus Quebec ausgewählt. Yves Durand hat nämlich ein Konzept entwickelt, das auf der Bestrebung beruht, den Ort zu erklären, ihm eine Sprache zu verleihen und ihn so zu einem zugänglichen Ort für jeden zu verwandeln. Zu diesem Zweck wurden präzise Informationen vorgesehen, werden die vor Ort ausgegrabenen Objekte ausgestellt, wird der Schwerpunkt auf Bild und Ton gelegt und auf aktive Beteiligung von Führungen, die den Charakter des Ortes vermitteln, gesetzt.

Die Überreste stehen im Mittelpunkt des museographischen Ansatzes des Archeoforums von Lüttich, um den „zeitgenössische Räume“ aufgebaut sind. Dieser Ort wird schließlich durch die Anwesenheit von fachkundigen Führungen, die mit Begeisterung die Geschichte und das kulturelle Erbe Lüttichs vermitteln, belebt.